Sophia Chung

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Wer bist Du, Sophia?

Ich bin ein zuversichtlicher Mensch. Ich verändere mich, bin immer wieder neu und anders. Ich mag es, das Leben als Spiel zu sehen, bei dem man sich ausprobiert, sich immer wieder neuen Situationen aussetzt, das nächste Level erreicht, immer wieder neu, mehr und mehr von diesem Leben versteht. Und von den Menschen. Ich hätte gern Augen zu sehen, worum´s hier wirklich geht.

 

Wann bist Du nach Berlin gekommen?

Im November 2015.

 

Wie alt bist Du?

28 in Südkorea und 26 in Deutschland.

 

Wie geht das?

In Korea ist man schon eins, wenn man auf die Welt kommt, und wenn man im Oktober geboren ist, wird man beim Jahreswechsel gleich zwei.

 

Was gefällt Dir an Berlin und was gefällt Dir nicht so sehr?

Dass abends irgendwo immer irgendetwas los ist, das gefällt mir, dass die Stadt lebt und auch, dass sie so multikulti ist. Was mir nicht so gefällt ist, dass es nicht ganz einfach ist, mit den Menschen hier engere Kontakte zu knüpfen. Viele sind auf dem Sprung, Berlin ist da nur eine Station auf ihrem Weg. Die Menschen kommen und gehen.

 

Wo bist Du aufgewachsen?

In Südkorea und in Indien. Ich habe als Kind viele Jahre in Indien gelebt und bin dort auch zur Schule gegangen. Mit 15 habe ich die High School verlassen, das ganze System dort fühlte sich so ungesund an, in der Tennisstunde wurde nicht Tennis gespielt, sondern über Tennis gelesen. Das war nicht mein Ding. Ich hab´s nie bereut, die Schule verlassen zu haben. Es hat mich selbstständig gemacht. Und meine Zuversicht und mein Selbstvertrauen gestärkt.

 

Du bist auch Yogalehrerin, nicht wahr?

Ja, ich mache Yoga, seit ich zwölf bin und irgendwann habe ich dann auch die Ausbildung zur Lehrerin gemacht. Bevor ich nach Deutschland kam, hatte ich ein sehr gutes Angebot, um in einer Festanstellung als Yogalehrerin zu arbeiten. Ich habe mich dann aber für das Abenteuer entschieden. Und bin sehr glücklich damit. Heute biete ich vor allem Private Lessons an für Leute, die Yoga wirklich lieben.

 

Wie ist es, mit Ralf zu arbeiten und was ist Deine Aufgabe als Assistentin?

Es ist ein großer Spaß. Ralf ist superkompetent und gleichzeitig sehr locker. Das ist auch meine Aufgabe. Die Menschen, die kommen, um fotografiert zu werden, willkommen zu heißen, von Herzen, und ihnen die Angst oder die Anspannung zu nehmen. Denn die Schönheit der Menschen zeigt sich erst dann ganz, wenn sie entspannt sind und sich erlaubt haben loszulassen. Ich kann eine Atmosphäre schaffen, in der Menschen sich wohlfühlen. Und in der die wirklich guten Bilder entstehen können.

 

Du wirkst zuversichtlich, dass die Leser verstehen werden, was Du ihnen sagen wolltest.

Ja, ich bin ein zuversichtlicher Mensch.

 
Sophia, interviewt von Michael